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Judentum und Israel
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Nachrichten im Deutschland-Archiv von hagalil.com
Nachrichten zum Schwerpunkt: Antisemitismus, Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit.
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Januar 2010 - November 2009
Nachrichten aus Deutschland, zu Antisemitismus, Nazismus, Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Islamismus und ein paar andere auch noch...

Zentralrat der Juden in Deutschland:
Erklärung zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Am 27. Januar 2010 erinnern wir uns an den 65. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. An den Tag, an dem Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Vernichtungslagers befreiten…

27. Januar:
Israels Präsident Shimon Peres spricht im Bundestag
Der Wortlaut der historischen Rede anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages wird im Folgenden vollständig in deutscher Übersetzung wiedergegeben…

Schim'on Peres:
'Wir werden niemals vergessen!'
Israels Präsident Shimon Peres ist gestern in Berlin eingetroffen, wo er heute Morgen offiziell von Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen wurde. Am Mittag entzündete der 86jährige bei klirrender Kälte gemeinsam mit Köhler Gedenkkerzen am Holocaust-Mahnmal „Gleis 17“ im Grunewald, von wo aus im Zweiten Weltkrieg die Berliner Juden deportiert wurden…

Diplomatische Beziehungen:
Deutschland - Israel

Im November 2009 stattete der neue Bundesaußenminister Guido Westerwelle einen Besuch in Jerusalem ab. Im März 2008 trafen sich die beiden Kabinette anlässlich der 60-Jahrfeier des Staates Israel. Dies war das erste Mal, dass eine deutsche Bundesregierung eine Kabinettssitzung mit einer anderen Regierung außerhalb Europas abhielt. Die gemeinsamen Treffen sollen in Zukunft jährlich stattfinden…

Berlin - Jerusalem:
Treffen der deutschen und israelischen Kabinette
Die deutsch-israelischen Beziehungen wurden von der Erinnerung an den Holocaust geprägt und durch den starken Wunsch von Seiten des deutschen Volkes, den Völkermord an sechs Millionen Juden zwischen 1933 und 1945 niemals wieder zuzulassen…

Letzte Ausfahrt:
Holocaustüberlebende verklagen die Deutsche Bahn
Ca. 7000 polnische Holocaustüberlebende haben gestern eine Klage gegen die Deutsche Bahn eingereicht, als wahrscheinlich letzten Versuch von Holocaustüberlebenden, Entschädigung von der Erbin der „Reichsbahn“ zu erhalten…

Lanzmanns Film in Hamburg:

Warum Israel?
Schon um 18 Uhr hatte sich am Montagabend eine lange Schlange vor einem alten Hamburger Bunker gebildet. Viele mussten wegen Überfüllung den Rückzug antreten. Im Popclub »Uebel & Gefährlich« war jeder Platz besetzt und auch um die Theken drängten sich die Menschen. Zu sehen war der Film »Warum Israel«…

50 Jahre und kein Ende:
Die Münchner Treitschkestraße
Ein unrühmliches Kapitel der Nachkriegsgeschichte feiert sein Jubiläum…

Ein Attentat und seine Folgen:
Ein Streifzug durchs Netz
Während man nur spärliche Informationen über die Hintergründe des vereitelten Attentats des Umar Faruk Abdul Mutallab lesen konnte, hat man im Internet den eigentlichen Drahtzieher des Anschlags längst festgemacht: das „internationale Judentum und seine Marionette, die USA“…

TV-Radar:
haGalil Fernsehtipps
Vom 16.01. bis 31.01.2010 …

Wahrnehmungen aus den 1940er Jahren:
Zum psychoanalytischen Verständnis von Faschismus und Antisemitismus

Bereits in den Jahren von 1920 – 1950 haben mehrere namhafte Psychoanalytiker, auch unter Bezugnahme auf Studien Sigmund Freuds, wegweisende psychoanalytische Theorien zum Antisemitismus publiziert. Zu nennen sind vor allem Bruno Bettelheim, Otto Fenichel, Ernst Simmel, Erik Homburger Erikson und Rudolf Loewenstein…

Migrationsgeschichte:
Vergessene Kämpfe
„Gastarbeiter“ waren nicht nur Objekte staatlicher Politik, sondern formten diese durch ihren Widerstand im Alltag und in den Betrieben…

Lanzmanns Autobiografie:
Es war das Teeservice – und nicht Frau Göring
Während der Rowohlt-Verlag an der deutschen Übersetzung für die Herausgabe der Claude Lanzmann Autobiographie „Der patagonische Hase“ arbeitet, hat „Die Zeit“ einen Streit um die Deutungshoheit sowohl über Claude Lanzmann als auch sein Werk begonnen (IDF, Shoah, Pourquoi Israel, u.a.) und stellt in einem am 11. Januar online erschienen Artikel infrage, inwieweit Lanzmann es mit der Wahrheit genau genug nimmt…

Nazis und Genozid:
Zweierlei Maß
Beispiele, wie sich Antisemitismus zum Staat Israel manifestiert...

Adolf Hitler, die deutsche Mutter und ihr Kind:
Eine Studie über Johanna Haarers Hauptwerk der "braunen Pädagogik"
Adolf Hitler forderte bereits in "Mein Kampf", dass schon in der "frühesten Kindheit … die notwendige Stählung für das spätere Leben« zu erfolgen habe. Durch gründliche Ausbildung der Mütter müsse es möglich sein, »in den ersten Jahren des Kindes eine Behandlung herbeizuführen, die zur vorzüglichen Grundlage für die spätere Entwicklung dient." Mit dieser »späteren Entwicklung« ist vor allem das nahtlose Sich-Einfügen in die Ideologie und die Institutionen des NS-Staates gemeint...

Was ist eigentlich ein Nazi?:
Gedanken über eine vielverwendete Bezeichnung
Nein, liebe Leser, ich beabsichtige keineswegs Sie mit dieser, möglicherweise als pietätlos empfundenen, Frage ‚auf den Arm nehmen‘ zu wollen, ich stelle nur die simple Frage nach dem Gehalt eines Begriffs, den wir alle kennen und den manche von uns häufig benutzen. Aber, was präzise soll oder muss man sich in Deutschland unter „Nazi“ vorstellen?…

Mehr zu Werner Rügemer:
Brauner Quark mit roter Soße
Spätestens, wenn in seinen Veröffentlichungen zur „Wirtschaftskriminalität“ eine Kollaboration jüdischer Bankiers mit dem NS-Staat herbeigeredet werden soll, scheint mir in diesem Fall die Grenze zur geistigen Barbarei überschritten...

Vortrag und Diskussion:
Die ewigen Gäste
Juden in der Republik Türkei zwischen Ausgrenzung, Zwangsassimilierung und Toleranz…

Antisemitismus und Islamophobie

Kritik an Wolfgang Benz' Außenansicht:
Ein Hetzer ohne Ahnung
„Die unterschwellig bis grobschlächtig praktizierte Diffamierung der Muslime als Gruppe durch so genannte “Islamkritiker” hat historische Parallelen“, behauptet Benz, doch derartige Parallelen gibt es nicht. Solange man in Deutschland fast nichts über den Islam wusste, wurde der Islam als eine späte, nicht weiter ernst zu nehmende Religionserfindung belächelt...

Antisemitismus und Islamfeindlichkeit:
Vergleichen heißt nicht gleichsetzen
Darf man Antisemitismus und Islamophobie in einem Atemzug nennen? Der Historiker Wolfgang Benz hat es getan und wurde deswegen schwer angegangen…

Tagung der Berliner Antisemitismusforscher:
Judenhasser versus Islamfeinde
"Feindbild Muslim - Feindbild Jude": Bei einer Veranstaltung des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung vergleichen Experten Islamfeindlichkeit mit Judenhass...

Islamophobie und Antisemitismus:
Zwei sehr verschiedene Begriffe und Problembeschreibungen
Auch ein Blick auf den Antisemitismus in islamischen Gesellschaften ist wegen des Zusammenhangs mit der Entwicklung des Islamophobie-Begriffs erforderlich. Vor noch nicht allzu langer Zeit war das Problem "Antisemitismus im Islam" kein Thema in der deutschen politischen Debatte, weder bezogen auf die islamischen Staaten noch auf die muslimischen Minderheiten in Europa oder Deutschland...

Debatte um "Islamophobie":
Wer hat Angst vor Differenz?
Islamophobie, gibt es so etwas? Eine Diskussion über diesen Begriff tobt seit einigen Monaten in Frankreich und scheint nun auch in Deutschland zu beginnen. Wobei es immer wieder darum geht, ob das Phänomen, das der Begriff umreißt, überhaupt existiert...

Keine Provinzposse:
Hat Freiburg schon einen Mahnmal-Streit?
Am 9. November 2009 verteilte die Initiative “Freiburg braucht eine Mahn- und Gedenkstätte” bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Reichspogromnacht Flyer, um für den Bau einer Mahn- und Gedenkstätte in Freiburg zu werben. Die Jüdische Gemeinde Freiburg, sowie die Deutsch-Israelische Gesellschaft Freiburg reagierten darauf in Pressemitteilungen ablehnend. Nun liegt eine Stellungnahme der Initiative “Freiburg braucht eine Mahn- und Gedenkstätte” dazu vor…

Neues von Stephan Braun:
Strategien der extremen Rechten
Dieses Buch ist tatsächlich nicht nur Analyse und Dokumentation, sondern vielmehr auch praktische Hilfe, sich in der Auseinandersetzung mit rechts gestärkt zu finden...

Ausgespat:
Kein Wohlfühlerlebnis mehr für NPD-Chef
Nicht mehr willkommen ist NPD-Chef Udo Voigt in einem brandenburgischen Vier-Sterne Hotel. Voigt hatte es sich vor zwei Jahren in dem noblen Wellness-Resort am Scharmützelsee gut gehen lassen, doch der eigentlich als Kur gedachte Aufenthalt wurde von Parteifreunden später als politische Demonstration ausgegeben…

Die rechtsextreme Gewalt wird verharmlost:
Fatale Gleichsetzung
Die Bedrohung, die von rechtsextremen Kreisen ausgeht, zeigt auch exemplarisch den Unterschied zwischen linker und rechter Gewalt. In mancher Hinsicht, vom Dogmatismus bis zur konkreten Aktion, mag es Parallelen geben, doch darüber wird in der linken Szene ständig diskutiert. Die “Gewaltfrage” ist da weder neu noch tabu...

Antijudaismus-Antisemitismus:

Martin Luther und die Juden in der deutschen Rezeption
Wie in meinem Beitrag zur Judenmission im „Schtetl“ bereits angesprochen, gab es in der deutschen Geschichte keine vergleichbare bedeutende Persönlichkeit, die über Jahrhunderte so starken antijudaistischen Einfluss ausübte, wie der Reformator Martin Luther. Nicht nur der „Stürmer“-Herausgeber Julius Streicher glaubte sich bekanntlich beim Nürnberger Prozess zu seiner Verteidigung auf ihn berufen zu können...

Hamburg:
Normalität im Unnormalen
Den zweiten Versuch, Claude Lanzmanns Film "Warum Israel" im Hamburger Kino B-Movie zu zeigen, versuchten Antizionisten mit einer als "Kundgebung zum Klimaschutz" getarnten Gegenveranstaltung zu verhindern…

TV-Radar:

haGalil Fernsehtipps
Vom 16.12. bis 31.12.2009...

Gedenken in Deutschland:
Braucht Freiburg eine Mahn- und Gedenkstätte?
Am 9. November 2009 verteilte die Initiative “Freiburg braucht eine Mahn- und Gedenkstätte” bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Reichspogromnacht Flyer, um für den Bau einer Mahn- und Gedenkstätte in Freiburg zu werben. Die Jüdische Gemeinde Freiburg, sowie die Deutsch-Israelische Gesellschaft Freiburg reagierten daraufhin mit folgenden Stellungnahmen…

Heitmeyer-Studie:

Die Angst vor dem Absturz wächst
Die aktuelle Heitmeyer-Studie zeigt: Ressentiments gegen Frauen, Muslime oder Behinderte gehen zurück. Antisemitismus und Homophobie nehmen hingegen zu…

Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten:
Macht und Missbrauch
Vor wenigen Monaten erschien ein Buch, das sich laut Auskunft bayerischer Buchhändler selbst im erzkonservativen Niederbayern gut verkauft und das bereits seine dritte Auflage erlebt. Wilhelm Schlötterer klärt darin über Korruption und Machtmissbrauch in der bayerischen Regierung auf…

5. Dezember 1349:
"Wann die Juden daselbes nu nehst werden geslagen"
Karl IV. stellte im Vorhinein Freibrief für das Pogrom von 1349 aus – Auf den Trümmern des Judenviertels entstand der Nürnberger Hauptmarkt…

Nathan Birnbaum im Jahr 1897:
Berliner Judenhaß
Darin zeigt sich nämlich das Verstandesmenschenthum des Berliner besonders leuchtend, daß sie ihre Gefühle, von denen eines der stärksten der Widerwille gegen alles Fremde ist, so gut meistern. Nur oberflächliche Beobachter sind es, welche diese Ruhe ernst nehmen und den Fremdenhaß im Verkehre der modernen Weltstadt untergegangen wähnen. Nein, er lebt unter einer dünnen Hülle weiter...

Großes Theater:
Der erste Akt
Es war ein kalter Morgen. Fünfeinhalb Stunden warteten die Nachkommen derer, die in Sobibor umgebracht wurden, am Eingang zum Gericht. Sie wollten das Gesicht von John Demjanjuk sehen, vielleicht eines der letzten, der ihre Angehörigen vor ihrem Tod gesehen haben…

Der alte Mann auf der Bahre:
Die große Show
In seiner Eröffnungsrede meinte der Anwalt Demjanjuks, Ulrich Busch, sein Mandant sei selbst ein Opfer, das den Befehlen seiner deutschen Kommandanten gehorchen musste. Die Staatsanwaltschaft fragte sich unterdessen, ob es denn wirklich nötig sei, dass Demjanjuk auf einer Bahre im Verhandlungssaal liege, obwohl er für prozesstauglich erklärt worden sei…

Dimanjuk in München:
Absurdes Theater
Für Avner Shalev, den Vorsitzenden der Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Jad vaSchem, ist es von großem moralischen Wert, die Mörder vor Gericht zu stellen. Auch wenn kein Prozess die Opfer wieder zum Leben erwecken kann, liegt die große Bedeutung des Prozesses darin, das internationale Bewusstsein für den Holocaust zu stärken. Man nennt den Demjanjuk-Prozess fälschlicherweise “den letzten Naziprozess”, muss sich aber im Klaren sein, dass dieser Tage weitere Prozesse gegen Naziverbrecher stattfinden und auch in Zukunft stattfinden werden…

Demjanjuk-Prozess:

Prostitution des Holocaust
Joram Scheftel, der ehemalige Verteidiger des John Ivan Demjanjuk während des Prozesses gegen ihn in Israel, bezeichnet den erneuten Prozess gegen den mutmaßlichen ukrainischen Massenmörder als eine "Prostitution des Holocaust" und eine "Farce"…

Feminismus und Antisemitismus (Teil 3):
Feministische Politik als Wegbereiter struktureller Gewalt
Weil Söhne nur durch Kontaktverbot mit den Vätern vor der Übernahme menschheitsgefährdender Männlichkeit gefeit werden könnten, setzten Feministen sich auch über Erkenntnisse der Strukturanthropologie von Claude Lévi-Strauss 23 hinweg. Der hatte gezeigt, dass keine Kultur ohne rituellen Übergang zur väterlichen Welt auskommt…

In einem Akt später Gerechtigkeit hat sich der deutsche Leichtathletikverband
endlich dazu bereit erklärt, den jüdischen Rekord von 1936 anzuerkennen. Bei den deutschen Hochsprungmeisterschaften hatte Gretel Bergmann im Jahr 1936 den Sieg errungen. Die Führung hatte sich aber geweigert, den Rekord anzuerkennen, da Bergmann Jüdin war.

Tribunal im Kulturzentrum:

Gerüchtshof in Bielefeld
Ein Vortrag über die extreme Rechte in Ungarn sollte in der vergangenen Woche in einem Bielefelder alternativen Kulturzentrum stattfinden. Doch die Veranstaltung musste in einen anderen Raum verlegt werden, weil das Zentrum den Vortragenden ablehnte. Sein Fehler: Nach Ansicht einiger weniger alternativer Bedenkenträger weist der jüdische Holocaust-Überlebende und Antifaschist dunkle Flecken in seiner Vergangenheit auf, weil er in einer jüdischen Militäreinheit Dienst geleistet hatte, die “Massaker” begangen habe…

Zweifelhaftes Gedenken:
Auch NS-Täter stehen auf dem Denkmal
Auf einem Mahnmal im niedersächsischen Großburgwedel wird auch an fünf SS-Männer und einen Angehörigen des Gestapo-Sicherheitsdienstes erinnert. Am Volkstrauertag wurde es offiziell eingeweiht. Heftiger Protest sorgte dafür, dass die Namen der sechs Personen vorerst überklebt wurden…

Geschichte:
Die Juden und die Pest
Wissenschaftler der Universität New York haben eine Erklärung gefunden, warum die jüdischen Bürger Erfurts 1349 von der Pest weitgehend verschont worden sind…

Neuauflage:

Der Fall Ivan Demjanjuk
Am Montag, 30. November 2009, beginnt vor dem Münchner Schwurgericht der vielleicht letzte große NS-Prozess in der Bundesrepublik. Angeklagt ist der in der Ukraine geborene Ivan Demjanjuk. Er ist mittlerweile 89 Jahre alt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, als Wachmann in dem von der SS geführten Vernichtungslager Sobibor Beihilfe zum Mord an 27.900 Menschen geleistet zu haben...

Linker Antizionismus:
Augen zu und drauf
Nach der gewaltsamen Blockade einer Aufführung von Claude Lanzmanns Film "Warum Israel" in Hamburg hat sich das Bündnis um das Internationalistische ­Zentrum B5 an einer Erklärung versucht…

Ab heute heißt du Marianne:
Lesben und Antisemitismus
Entspreche ich nicht einer 'Norm', dann werde ich ausgegrenzt. Unterschiede in Deutschland machen offenbar Angst, und Lesben sind davon nicht ausgenommen. Viele Lesben aus der aktiven Lesbenbewegung haben den Kontakt zu mir abgebrochen, nachdem ich Mitte der 90er Jahre offiziell Mitglied einer jüdischen Gemeinde wurde...

"Nicht auf dem Urteil ausruhen":

Verschärfter Volksverhetzungsparagraf mit Grundgesetz vereinbar
Der Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Volksverhetzungsparagrafen. Das Bundesverfassungsgericht hat eine Verfassungsbeschwerde des verstorbenen stellvertretenden NPD-Vorsitzenden Jürgen Rieger verworfen...

Erste Generation
(siehe auch Zeitzeugen)

Jüdische Schicksale während der Shoah:
Zwei Tagebücher im Vergleich
Tagebücher, die während der Shoah geschrieben wurden, sind die beste und authentischste Quelle, durch die wir einen unmittelbaren Einblick in die persönliche Gefühlswelt von Juden unter dem Nazi-Regime bekommen können. Wahrscheinlich haben viele Juden Tagebücher während dieser Zeit verfasst, aber auf Grund der katastrophalen Umstände sind nur wenige erhalten geblieben. Die meisten hingegen wurden zusammen mit ihren Autoren vernichtet...

Batja Gurfinkel, Überlebende:
"Der Schmerz wird mit den Jahren nicht weniger, eher stärker"
Auch mehr als ein halbes Jahrhundert nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind die Erinnerungen der Holocaust- Überlebenden Batia Gurfinkel kaum verblaßt. “Die zum Leben Verurteilten sind die wahren Opfer des Holocaust. Die Toten sind schon zur Ruhe gekommen”…

Häftlings-Nummer 42392:
Der Preis des Überlebens
Der ehemalige Häftling im Konzentrationslager Sachsenhausen, dessen eintätowierte Häftlings-Nummer 42392 sein Leben lang sichtbar blieb, starb im Oktober 2000. Ebenso lebenslang wie die Häftlingsnummer blieben seine Erinnerung an vier Jahre KZ-Haft, die nicht allein sein Weiterleben bestimmte sondern auch das seiner Frau und seiner Kinder…

Das andere Erinnern:
Kindheit im Holocaust
Demnächst wird die Erinnerung an den Holocaust ohne die Überlebenden auskommen müssen. Schon jetzt rücken die Erinnerungen derjenigen, die als Kinder den Holocaust überlebten, in den Vordergrund. Mit Soazig Aarons Roman “Klaras Nein” ist letztes Jahr in Deutschland auch der erste Roman einer Nachgeborenen erschienen…

Alles lebt noch in mir:
“Nie werde ich mich von diesem Grauen befreien koennen”
Judith Jaegermann aus Giwatajim bei Tel Aviv erzählt in ihren Erinnerungen, die sie uns zugesandt hat, von ihrer Kindheit in Karlovy Vary (Karlsbad), wo ihre Eltern ein koscheres Restaurant führten…

Trude Nohr:
Zwischen den Richtlinien…
…davon kann sie auch heute noch kaum erzaehlen. Die Befreiung erlebt sie todkrank und am Ende ihrer Kräfte. Kaum transportfähig, macht sie sich auf die Suche nach ihrem Sohn…

Horst:
Ein Kind der Liebe…
In anderen Zeiten haette daraus vielleicht eine ganz normale Romanze werden koennen. Seine Eltern verknallt bis ueber beide Ohren: der kleine Horst, ein Kind der Liebe in kalter Zeit…

Sonderkommando Auschwitz:
Wir weinten tränenlos
Das war eine Gruppe von jüdischen Häftlingen, die sich entwickelte von einer kleinen Gruppe zu einem riesigen Kommando, das zu seiner Spitzenzeit um die 900 Personen umfasste. Diese Menschen wurden gezwungen, die fürchterlichsten Arbeiten, die jemand auf der Welt verrichten musste, zu erledigen…

Die dünne Trennlinie:
Was träumten die Insassen von Konzentrationslagern?
Eines Tages beschloss Dov Freiberg, der im Konzentrationslager Sobibor eingesperrt war, am nächsten Tag Selbstmord zu begehen. Nach der abendlichen Überprüfung der Insassen, legte er sich auf einer Bodendiele schlafen und hatte einen Traum…

Der Preis des Überlebens:
Begrijpt u nu waarom ik huil?
Entstanden ist das bestürzende Porträt eines Vaters, der unter dem Eindruck eines posttraumatischen Stress-Symptoms seine Lagererfahrungen an seine Frau und seine Kinder weitergibt…

Programme gegen Rechtsextremismus:
Rückfall in alte Zeiten
Zehn Wissenschaftler schelten die geplante Umwandlung der Programme gegen Rechtsextremismus durch die Bundesregierung in einer öffentlichen Erklärung als "nicht akzeptabel"…

Klanginstallation von Esther Dischereit:
Buschfunk
Wer in Dülmen auf einer Bank Platz nimmt, bekommt Textfragmente über das jüdische Leben von einst zu hören. Erkundungen im Münsterland...

Laatzen:

Jüdischer Gedenkstein geschändet
Ein Gedenkstein an eine Synagoge in Laatzen (Region Hannover) ist Ziel eines offenbar antisemitisch motivierten Farbanschlags geworden. Am Montag waren dort noch Kränze anlässlich des Gedenkens an die Reichspogromnacht vor 71 Jahren niedergelegt worden…

Trauma und Erinnerung:
“Wir haben Deutschland viel zu früh verziehen”
Eine der paradoxen Folgen aus der Allgegenwart des Traumas ist unsere heutige Beziehung zu Deutschland und dem Nahen Osten. Die überhastete Versöhnung mit Deutschland ist einer der paradoxen Aspekte des fortwährenden Traumas der Erinnerung, das unsere feindseligen Beziehungen zu unseren unmittelbaren Nachbarn im Nahen Osten verschärft. Unsere Entfremdung und die Schwierigkeiten, die eine ganze Generation mit der modernen jüdischen Identität hat, gehen zum großen Teil darauf zurück, dass wir Deutschland viel zu früh verziehen haben…

Vor 70 Jahren:
"Dann sprenge ich den Hitler in die Luft"
Um Haaresbreite wäre Georg Elsers Attentat auf Hitler im Bürgerbräukeller am 8. November 1939 gelungen...

Gehäuftes Unglück:
Im traurigen Monat November wars
Der November ist ein trauriger Monat. Das hat schon Heine gewusst. Dass die November für uns Juden aber immer trauriger und trauriger werden würden, hatte Heine nicht wissen können. Er ist ja schon 1856 verstorben. Doch wenn man sich anschaut, welche Ereignisse seither im November passierten, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass der November tatsächlich noch trauriger ist, als Heine geahnt hat…

Kölsche Jonge:
Spuren einer jüdischen Familie
Im Jahr 1939 gelang es dem jüdischen Kölner Fritz Bader, drei seiner vier Söhne ins vermeintlich rettende Ausland zu schicken. Er selbst blieb mit seiner Frau Regine und dem jüngsten Sohn in Deutschland zurück. Mit zunehmender Verzweiflung hofften Fritz und Regine vergeblich auf eine eigene Fluchtmöglichkeit…

Im November 1938

Gedenken:
9. November 1938 darf nicht in Vergessenheit geraten
Mit Bedauern stellt die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. h. c. Charlotte Knobloch, fest, dass in diesem Jahr das Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November 1938 von der Freude über 20 Jahre Mauerfall überlagert wird. In Zukunft müsse ein Weg gefunden werden, um beider Ereignisse in angemessener Form zu gedenken…

München:
Namenslesung am 9. November
Am 9. November wird mit einer Namenslesung am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße und einer Gedenkstunde im Saal des Alten Rathauses der Münchner Opfer der Shoa gedacht. Die Verfolgung durch das NS-Regime brachte Angst, Verzweiflung und Tod über die jüdischen Bürgerinnen und Bürger…

"Nazi Madness":
Nie mehr zurück in dieses Land
Frühe Augenzeugenberichte der Novemberpogrome 1938 sind gefunden und veröffentlicht worden…

Im Herbst 1938:

Das Ende einer nie geführten Diskussion

Die NS-Führung reist von Berlin nach München und diktiert einen vorgefassten Vertrag...

Nach dem größten Massenraubmord der Geschichte:
Ausgeplündert und auf Almosen angewiesen

Gut ausgestattete Nazi-Erben geben sich von "jüdischem Finanzgebahren" angewidert und "menschlich enttäuscht" und die Frage, warum denn praktisch alle jüdischen Organisationen im Deutschland von heute mittellos sind, wir immer seltener gestellt. Warum sind wir angewiesen auf Wohltaten?
Kann es sich jemand vorstellen, wie unangenehm es ist, immer wieder werben, manchmal schon fast betteln und buckeln zu müssen - und danach trotzdem mit leeren Händen dazustehen? Eigentlich müssten sich jene schämen, die uns offensichtlich so gerne zappeln lassen...

1921 - ?
Herschel Grynszpan

Der Student war bei Verwandten in Paris, als ihn die Nachricht über die Abschiebung von ca. 15-17.000 Juden polnischer Staatsangehörigkeit, darunter seine Familie, aus Deutschland nach Polen erreichte. Er wollte die Welt aufrütteln...

Pogrom im November 1938:
Kristallnacht
Reichskristallnacht, Novemberpogrom, in NS-Berichten meist: Judenaktion. Reichsweiter Pogrom in der Nacht vom 9./10. November 1938. Die verharmlosende Bezeichnung ''Kristallnacht'' bezieht sich auf die überall verstreuten Glasscherben vor den zerstörten Wohnungen, Läden und Büros...

Zur Tradierung falscher Opferzahlen:
Die "Kristallnacht"-Lüge
Hätte die Bevölkerung in der Pogromnacht nicht geschwiegen, hätte ein solcher Holocaust vielleicht verhindert werden können. Nur wenn wir der Vergangenheit wachsam ins Auge blicken, können wir ein erneutes Verbrechen dieser Art verhindern...

Berlin:
Hier kam der Antisemitismus zur Welt
Zur Zeit befasst sich auch die israelische Presse ausführlich mit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung Deutschlands und Berlins…

Gewinnträchtiges Erbe:
Souvenirs aus dem Hause Höß
Eldad Beck, Deutschlandkorrespondent von Israels größter Tageszeitung, Jedioth achronoth, berichtet über eine unanständige Offerte besonderer Art. In Jad vaSchem war man auf jeden Fall entsetzt, als der Enkel eines Naziverbrechers versuchte, Souvenirs seines Großvaters zu verkaufen…

Konzert in Fürth:
"Menschen haben ein kurzes Gedächtnis"
Die zierliche Sängerin mit der großen Stimme kommt am Freitag in den Kleinen Saal der Stadthalle und stellt ihr neues Album vor. Beim Konzert liegen 50 Freikarten für Quelle Mitarbeiter an der Abendkasse bereit...


USA-Reise:
Merkel warnt vor iranischer Atombombe
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach diese Woche als erste deutsche Regierungschefin seit Konrad Adenauer im Mai 1957 vor beiden Häusern des Kongresses. 20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer hat sich Merkel bei US-Präsident Barack Obama für die Unterstützung der USA bedankt. Neben den transatlantischen Beziehungen war auch der Iran Thema. Merkel sagte: “Eine Atombombe in den Händen eines Mannes, der den Holocaust leugnet und Israel droht, darf es nicht geben.”…

Hungerstreik:
Exil-Pen protestiert gegen grausame ‘Wiedergutmachungspraxis’
Peter Finkelgruen wendet sich an die Öffentlichkeit und will darauf hinweisen, wie grausam und skandalös das Berliner Entschädigungsamt mit ihm und wohl auch mit anderen Überlebenden der Nazi-Verfolgung umgeht. Der Exil-Pen fordert vom zuständigen Senator eine Antwort…

Nizza Thobi & Ensemble:
Ein Koffer spricht
Kulturzentrum im Gasteig, München, Dienstag, 03. November 20:00, Black Box…

Was kommt danach:
Furcht vor den Rieger-Akten
Nach dem Tod des Jürgen Rieger bangen Neonazis um Datenschutz, denn die Hamburger Anwaltskammer hat einen der Szene unbekannten Anwalt als Nachlassverwalter der Rieger-Kanzlei bestellt. Die Hamburger NPD wird nun von einem lang gedienten Neonazi angeführt. Die rechtsextreme Partei will am 14. November einen "Gedenkmarsch" für Rieger im oberfränkischen Wunsiedel abhalten…

Demnächst in diesem Theater:
haGalil Fernsehtipps
Vom 01.11. bis 15.11. 2009…

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