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Nachrichten aus dem Deutschland-Archiv von
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JANUAR 2012 -
JÜDISCHES LEBEN IN DEUTSCHLAND |
TLV - FFM - MUC - BLN:
Jewrhythmics
„Yiddish is dead? Long live Yiddish!” schreiben Jewrhythmics im
Manifest zu ihrem Debütalbum. Die vermeintlich tote Sprache
erlebt seit Ende des 20.Jahrhunderts vor allem außerhalb Israels
wieder eine erstaunliche Renaissance. Ähnlich ergeht es der
Disco-Musik – jenem leicht tanzbaren Genre, dem schon so viele
Male das Ende vorausgesagt wurde. Doch es erweist sich auch
heute noch als extrem widerstandsfähig und wird in immer neuen
Metamorphosen wiedererweckt…
Kontinuität:
Wieviel jüdische Ethik?
Seit Ende letzten Jahres kommen wir regelmäßig zusammen: Eine
Gruppe jüdischer Pädagogen trifft sich auf Initiative des
American Jewish Comittee (AJC) in Berlin und fragt, wie sich die
jüdische Ethik im Unterricht am Besten vermitteln lässt. Aus den
luftdurchfluteten Räumen über Berlin Mitte am Leipziger Platz
sieht man einiges klarer. Und so wird auch klar, dass man bei
dieser Frage zweierlei unterscheiden muss: Einerseits geht es
darum, wie wir den jüdischen Schülern die Inhalte ihrer eigenen
Tradition schmackhaft machen. Andererseits fragen wir uns, wie
und wieviel Judentum ihre nichtjüdischen Mitschüler im
allgemeinen Ethikunterricht brauchen…
Medinat Weimar:
"Thüringen braucht uns!"
Das von dem israelischen Künstler Ronen Eidelman initiierte
Projekt "Medinat Weimar" versteht sich als eine Bewegung zur
Gründung eines jüdischen Staates in Thüringen und möchte
Lösungen für politische Konflikte und Probleme in Israel und in
Thüringen bieten. Eidelman, der in New York geboren wurde, in
Weimar studierte und zurzeit in Jaffa lebt, hat bereits mehrere
Projektbüros in Museen eröffnet…
12. bis 24. Januar 2012:
3. Jüdische Filmtage in München
Zum Programm gehören dokumentarische Porträts über Scholem
Alejchem und Amos Oz, sowie drei Spielfilme, einmal über die
Pionierzeit in Eretz Israel („Gei Oni“), zum anderen die
spannungsreiche Begegnung zweier Emigranten, eines
russisch-jüdischen Veteranen und eines palästinensischen
Jugendlichen in Berlin („Kaddisch für einen Freund“). Hinzu
kommt ein Musikfilm voller subtiler Heiterkeit („Das Konzert“) –
und ein humoristisches Solo von Yaakov Bodo, einem der
bekanntesten jiddisch-sprachigen Schauspieler und Comedians...
Yaacov Hadas-Handelsman:
Neuer israelischer Botschafter in Berlin
Yaacov Hadas-Handelsman, 55, wird neuer
Botschafter des Staates Israel in der Bundesrepublik
Deutschland. Das hat am Dienstag der Oberste Ernennungsausschuss
des Außenministeriums in Jerusalem entschieden. Die Ernennung
muss noch von der israelischen Regierung bestätigt werden…
Das Erbe der kommenden Generationen:
L’Chaim!
Ein ganz besonderes Filmprojekt braucht Unterstützung. Es ist
die Geschichte von Chaim Lubelski, der eine Karriere als
Schachspieler und erfolgreicher Geschäftsmann in New York
aufgab, um sich um seine Mutter, eine Holocaust-Überlebende, zu
kümmern…
Psychotherapeut der Nation:
Zum
Tode von Horst-Eberhard Richter (1923–2011)
Horst-Eberhard Richter war nicht nur der Mahner, der
gesellschaftliche Missstände anprangert, sondern auch der
Verkünder des Prinzips Hoffnung, der konkrete Modelle entwirft,
wie etwas zum Besseren gewendet werden kann. Es ist diese
besondere Kombination von mahnender Kritik und hoffnungsvollem
Optimismus, die seinen Botschaften bei so vielen Menschen so
große Resonanz beschert hat...
Berühmter Judaist war nach 1945 Vorsitzender der jüdischen
Gemeinde:
Als im fränkischen Weißenburg ein Rabbiner lehrte
Weißenburg, eine kleine Stadt im westlichen Mittelfranken,
beherbergt seit etwa einem halben Jahrtausend keine Juden mehr.
Eine Synagoge sowie eine Mikwe lassen sich bis etwa 1520
nachweisen. Wohin die Menschen danach gingen und was mit den
Gebäuden geschah, darüber geben die Chroniken keine Auskunft.
Jedoch siedelten sich nach 1945 für einige Jahre bis zu 100
Juden in der Stadt an und gründeten eine Gemeinde. Vorsitzender
und das spirituelle Oberhaupt war der bedeutende Rabbiner
Jechiel Jakob Weinberg...
Köln-Tipp:
Ein Sommer in Haifa
Am Mittwoch, 4. Januar 2012, 20.00 Uhr wird in der Filmpalette
Köln wieder ein israelischer Film gezeigt…
Eine jüdische Miniatur zum großen Architekten Erich Mendelsohn:
"Bauen
ist Glückseligkeit"
Im vergangenen Sommer habe ich zum ersten Mal den Einsteinturm
gesehen. Die Erwartungen auf das berühmte Gebäude, das als das
expressionistisches Bauwerk schlechthin gilt, waren groß – und
wurden nicht enttäuscht. Tief drin im Wissenschaftspark auf dem
Telegrafenberg in Potsdam steht der kleine weiße Turm als ob es
von einem anderen Stern gekommen wäre. Es nimmt seine Besucher
durch seine schlichte Besonderheit ganz gefangen und hat seinen
Architekten zu Recht berühmt gemacht...
Read the World:
Wir, der Kongo, die Weihnachtszeit und das Glück
Und da war es wieder. Das Fest der Liebe und des
Gebens. Alle Jahre erinnern wir uns dann wehmütig und
automatisch der Bedürftigen, der Ausgebeuteten, der Hungernden,
der Vergewaltigten und der Abgeschlachteten...
Auf ein Neues:
Fernsehtipps fürs neue Jahr
Vom 01. bis 15. Januar 2012… |
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Weizmann Institut:
Neue synthetische Moleküle gegen Autoimmunkrankheiten bei Mäusen
Bei Krankheiten wie Morbus Crohn und
rheumatoider Arthritis greift das Immunsystem das Körpergewebe
an. Wissenschaftlern des Weizman-Instituts ist es nun gelungen,
das Immunsystem von Mäusen auszutricksen und es auf ein Enzym
namens MMP9, einem der eigenen Spieler des Körpers im
autoimmunen Prozess, zu richten. Die Ergebnisse dieser
Forschungsarbeit wurden in der Fachzeitschrift Nature Medicine
veröffentlicht…
Anna Halprin:
Den
Atem sichtbar machen
Seit mehr als sieben Jahrzehnten stellt sich
die mittlerweile fast neunzigjährige Anna Halprin die Frage: Was
ist Tanz? Ihre Suche nach...
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Meldungen aus Deutschland im
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