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Dezember - November 2009
JÜDISCHES LEBEN IN DEUTSCHLAND |
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David Heimanns Tagebuch:
Über Griechenland
nach Erez Israel
Auf hoher See. Strahlendes Wetter. lch sitze im Liegestuhl auf Deck und
schreibe. Nachdem wir in der Nacht die Strasse von Messina passiert, fährt die
Vulkania in voller Fahrt durch das Aegaische Meer, Richtung Piräus...
David Heimann, 1934:
Tagebuch über meine
Reise nach Erez Israel
David Heimann, geboren am 12. März 1864 in Festenberg, Kreis Groß Wartenberg in
Schlesien, war ein erfolgreicher Kaufmann für Lederwaren. Die Familie Heimann
musste ihr Mietshaus 1940 weit unter Wert verkaufen und verlassen. Von dem
Bargeld, dass David Heimann durch den Verkauf erhielt ermöglichte er seinen
Kindern Thekla und Theodor die Ausreise nach England und die USA. David Heimanns
eigener Versuch, nach Palästina auszuwandern, scheiterte...
Nach 20 Jahren:
Endgültiges Aus für den Jüdischen Kulturverein Berlin e.V. (JKV)
Nach 20 erfolgreichen Jahren beschloss die Mitgliederversammlung des Jüdischen
Kulturvereins Berlin e.V. (JKV) am 16. Dezember 2009 mit großem Bedauern dessen
Auflösung zum 31.12. 2009. Als Hauptgründe gelten neben einer seit Anbeginn
verweigerten institutionellen Förderung durch den Berliner Senat auch die
vorwiegend mangelnde Unterstützung durch etablierte jüdische Institutionen in
Deutschland, vor allem aber das inzwischen sehr hohe Lebensalter vieler
Gründungs- und Vereinsmitglieder sowie der fehlende jüdische Nachwuchs...
Historische Chanukkageschichten VIII:
Vom Recht
der Wenigen
Der letzte Chanukka-Text stammt von Manfred Swarsensky.
Swarsensky, geboren 1906, war promovierter Philosoph und Sprachwissenschaftler
und wurde im Alter von 26 Jahren zum Rabbiner ordiniert. Damit war er 1932 der
jüngste ordinierte Rabbiner im Amt. Der Text erschien im Dezember 1934 in der
von Julius Goldstein gegründeten Zeitschrift “Der Morgen” und ist ein
eindringliches Dokument der Reaktionen des deutschen Judentums im Angesichts des
aufsteigenden Nationalsozialismus…
Historische Chanukkageschichten VII:
Chanuka in der Hintergasse
Die vorliegende "kleine Ghettogeschichte" zeichnet ein düsteres Bild vom Elend
der jüdischen Bevölkerung in Osteuropa und stellt diesem den Zionismus gleich
einem Chanukka-Wunder gegenüber…
Historische Chanukkageschichten VI:
Das
Chanukka-Fest
Das Chanukkafest war im wahren Sinne des Wortes ein Lichtfest für die Juden in
früheren Zeiten. Wer nicht selbst in seiner Jugendzeit das Fest in einem frommen
jüdischen Haus gefeiert, kann sich die festliche Stimmung am Chanukka kaum
vorstellen. Man bedenke, die jüdischen Feiertage legen sonst so viele
Beschränkungen auf, die am Chanukka wegfielen. An keinem “gebotenen” Feiertage
konnte man sich früher so gut “amüsieren”...
Historische Chanukkageschichten V:
Eines
jungen Schriftstellers Chanukafest
Die fünfte historische Chanukkageschichte ist eine Erzählung von Jizchak Leib
Perez, der neben Mendele Mocher-Sforim und Scholem Alejchem zu den Gründern der
modernen jiddischen Literatur zählt. Perez, 1852 in Zamość geboren, arbeitete
zunächst als Rechtsanwalt, während er gleichzeitig in polnisch und hebräisch zu
publizieren begann. Erst später schrieb er in jiddisch und wurde zu einem
Wortführer der jiddischen Literatur, auch im politischen Bereich...
Historische Chanukkageschichten IV:
Chanuka in der "Welt"
Der vierte historische Chanukka-Text stammt aus dem Organ der Zionistischen
Bewegung “Die Welt” aus dem Jahr 1899 und zeigt den Konflikt zwischen den
Generationen auf, der sich um die Feierlichkeiten von Chanukka entsponnen hat.
Autor des Artikels ist Leon Kellner, ein österreichischer Zionist und einer der
ersten Anhänger Herzls, der in der “Welt” das Pseudonym Leo Rafaels gebrauchte…
Historische Chanukkageschichten III.:
Was
ist Chanukka?
Die dritte historische Chanukka-Geschichte stammt von Mendele
Mocher-Sforim ("Mendele, der Buchhändler"), einer der wichtigsten Jiddischisten
und Begründer der modernen jiddischen Literatur. Geboren 1835 mit bürgerlichem
Namen Schalom Jakow Abramowitsch in Minsk, lebte viele Jahrzehnte in Odessa,
einem bedeutenden Zentrum der jüdischen Aufklärung Haskala, wo er 1917 starb...
Historische Chanukkageschichten II.:
Das
Chanukka-Wunder
Das sogenannte Naturgesetz, wonach das Starke siegt und sich behauptet, das
Schwache unterliegt und verschwindet, ist im jüdischen Schicksal aufgehoben. In
der ganzen Schwachheit der jüdischen Existenz gehen wir durchs Leben...
Historische Chanukkageschichten I.:
Die
Bedeutung des makkabaeischen Freiheitskampfes
In den ersten Zeiten ihres Aufenthaltes auf palästinensischem Boden zeigen die
Hebräer im ganzen dasselbe Gepräge, wie die anderen syrischen Stämme. Aus dem
Buche der Richter gewinnt man das Bild eines urwüchsig rauhen und rohen,
genussfrohen und gewaltthätigen Volkes. Doch, bei genauerem Hinsehen lässt sich
schon damals eine ganz leise Abweichung konstatieren...
Quellentexte:
Der
Höxter als Neuauflage
Das Judentum gilt als die älteste monotheistische
Weltreligion. Gegenwärtig sind ca. 13 Millionen Menschen jüdischen Glaubens.
Lebendige jüdische Gemeinden sind in allen Teilen der Erde anzutreffen. Jüdische
Geschichte, Literatur und Lebensformen gehören als lebendige Ausdrucksformen des
immensen schöpferischen Beitrags der jüdischen Religion zu den bleibenden
Errungenschaften der Geistes- und Kulturgeschichte der Menschheit…
Der Zentralrat lobt Vorstoß der Bundesregierung:
Anerkennung von
im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen
„Mit dem gestrigen Beschluss des Bundeskabinetts wird eine vom Zentralrat
bereits seit langer Zeit geforderte Regelung umgesetzt, die Anerkennung
gleichwertiger beruflicher Qualifikationen von Zuwanderern bundesweit
einheitlich zu regeln sowie ein vereinfachtes Verfahren zu ermöglichen“, so
Generalsekretär Stephan J. Kramer.
| Zum 80. Todestag von Franz
Rosenzweig (25.12.1886-10.12.1929)
Ein helles und strahlendes Denken:
Franz Rosenzweig
Rosenzweig wuchs als einziges
Kind des jüdischen Fabrikanten und Kassler Stadtrats
Georg Rosenzweig und dessen Ehefrau Adele in
gutsituierten Verhältnissen auf. In seiner Familie wurde
ein emanzipiertes, liberales Judentum gepflegt...
Mendes
Flohr über Franz Rosenzweig:
Renaissance des deutschen Judentums
Geboren
und aufgewachsen in einer Familie des assimilierten
Judentums aus Kassel, hatte er sich zu einem
tiefreligiösen Juden entwickelt...
Athen und Jerusalem:
Die religionsphilosophische Stellung Franz Rosenzweigs
Philosophie und Religion hatten geschichtlich getrennte
Entwicklungen, was stets zur traurigsten Verwirrung der
Geister den Anlass gab. Tritt der junge jüdische
Akademiker in die Lehrhallen der Universität ein, dann
wird ihm gesagt: Hellas ist das Land der Philosophie... |
Hebräische Handschriften:
Umblättern im
Museum
Wenngleich der Montag der offizielle Ruhetag in der Alten
Synagoge ist, so heißt dies auf keinen Fall, dass an diesem Tag keine
Betriebsamkeit im Museum herrscht…
Vom Mittelalter bis in unsere Zeit:
Bibliotheca Iiddica
Die Vernichtung der jüdischen Lebenswelten in Osteuropa durch
Nazi-Deutschland hat die bis 1939 blühenden Zentren der jiddische Kultur
zerstört und damit auch die Sprache und Literatur in ihrem Lebensnerv treffen
wollen. Doch das Jiddische und die jiddische Literatur leben in vielen Ländern
weiter…
Masal tow:
1.
Jugendgeschichtspreis des Jüdischen Museums Westfalen vergeben
Zum ersten Mal hat das Jüdische Museum Westfalen einen
Schülerwettbewerb ausgeschrieben. Dieser „Jugendgeschichtspreis“ spricht alle
Schülerinnen und Schüler an, die in der Oberstufe eine Facharbeit schreiben.
Eingereicht werden können Arbeiten, die sich mit jüdischer Geschichte und
Religion und der Geschichte des Nationalsozialismus befassen…
Rückblick Veranstaltungen im November:
Bilder aus Berlin
Heinz-Galinski-Preis an die Deutsch-Israelische Kinderkrebshilfe,
Podiumsdiskussion zum Goldstone Report mit dem israelischen Gesandten Emmanuelle
Nachshon, Tagung der Jerusalem Foundation...
"Über alle Mauern hinweg":
Deutschlands Bürgermeister treffen Jerusalem Foundation in Berlin
Unter Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters Klaus
Wowereit lud die Jerusalem Foundation am 26.11.2009 Oberbürgermeister,
Bürgermeister, Stadtvertreter und Freunde der Stiftung aus ganz Deutschland ins
Berliner Rathaus...
Auswirkung traumatischer Holocaust-Erfahrungen über mehrere Generationen:
Das
Ende der Sprachlosigkeit?
Die Autoren suchen Erklärungen zu dem Phänomen, dass Kinder und Enkel von Tätern
und Opfern des Holocaust in einer ähnlichen Sprachlosigkeit verharren. Die
unterschiedlichen Ursachen und die Möglichkeiten eines Dialogs werden in einer
wissenschaftlichen, aber auch für Laien verständlichen Form erläutert...
Die Tzaddhikim:
Die namenlosen Retter
der Menschheit
3000 Jahre. 4000 Jahre. Vielleicht sogar 5770 Jahre. Wir Juden haben alles
überlebt…
Schokoladige Nächstenliebe:
Hilfe - es weihnachtet sehr!
Jetzt kommt sie wieder, die güldene Weihnachtszeit, die den
Menschen die Herzen öffnet und den Kaufhäusern die Kassen klingeln lässt. Advent
nennt sich der vierwöchige Plätzchen-Knabber-Marathon unserer christlichen
Mitbürger. Das ist die Vorbereitung auf Weihnachten, das Fest der Liebe…
Ausbildung in der Teichwirtschaft:
Ein Kibbuz auf
Schloss Hartmannsberg
Jüdische Jungen und Mädchen aus Rumänien bereiteten sich 1948 im Chiemgau auf
ihre neue Heimat Israel vor …
Nathan Birnbaum im Jahr 1897:
Berliner
Judenhaß
Darin zeigt sich nämlich das Verstandesmenschenthum des Berliner besonders
leuchtend, daß sie ihre Gefühle, von denen eines der stärksten der Widerwille
gegen alles Fremde ist, so gut meistern. Nur oberflächliche Beobachter sind es,
welche diese Ruhe ernst nehmen und den Fremdenhaß im Verkehre der modernen
Weltstadt untergegangen wähnen. Nein, er lebt unter einer dünnen Hülle weiter...
Für die kalte Jahreszeit:
haGalil
Fernsehtipps
Vom 01.12. bis 15.12.2009…
Erich Hartmann:
Ausstellung in München
Vor zehn Jahren verstarb Erich Hartmann in New York.
Der 1922 in München geborene Fotograf war gerade von einer Europareise
zurückgekehrt und bereitete eine Fotoausstellung vor. 50 Jahre lang hat Erich
Hartmann mit Leidenschaft und Empathie das Leben und die Menschen um ihn herum
fotografiert…
Mein Schabath:
Wie Zuwanderer den heiligen Tag der Woche verbringen
Am Schabbat treffe ich mich am liebsten mit Freunden, erzählt Denis Sorokin
(27). Wir gehen dann gemeinsam zu einer Schabbatveranstaltung jüdischer
Studenten bei Chabbad oder in der Gemeinde. In letzter Zeit setzen wir uns aber
auch einfach immer öfter privat zusammen. Einen perfekten Schabbat kann es aber
nur in Israel geben, so der aus der Ukraine stammende Student, der heute in
Berlin lebt…
Zur Jahrzeit von Carry Brachvogel:
Erinnerung an
eine jüdisch-bayerische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin
Die als Caroline Hellmann 1864 in München geborene jüdische Kaufmannstochter
heiratet den schlesisch-katholischen Literaten Wolfgang Brachvogel, mit dem sie
in glücklicher Ehe bis zu dessen frühen Tod zusammenlebt. 1892 beginnt sie, auch
aus materieller Not, selbst zu schreiben und kann bereits 1895 mit
„Alltagsmenschen“ ihren ersten Roman vorlegen. Nach positiver Aufnahme durch die
Kritik folgen bald „Der Erntetag“ und die Legendensammlung „Die
Wiedererstandenen“, in der sich Carry Brachvogel mit der Leidensgeschichte des
jüdischen Volkes auseinandersetzt...
Ab heute heißt du Marianne:
Lesben und Antisemitismus
Entspreche ich nicht einer 'Norm', dann werde ich
ausgegrenzt. Unterschiede in Deutschland machen offenbar Angst, und Lesben sind
davon nicht ausgenommen. Viele Lesben aus der aktiven Lesbenbewegung haben den
Kontakt zu mir abgebrochen, nachdem ich Mitte der 90er Jahre offiziell Mitglied
einer jüdischen Gemeinde wurde...
Das Kreuz:
Bischöfe und
Zentralrat der Juden setzen Dialog fort
Die Deutsche Bischofskonferenz und der Zentralrat der Juden in Deutschland
wollen sich gemeinsam dafür einsetzen, dass religiöse Symbole und religiöses
Bekenntnis nicht aus der Öffentlichkeit verdrängt werden…
Für die kommenden zwei Wochen:
haGalil
Fernsehtipps
Vom 15.11. bis 30.11. 2009 …
Google-Books:
Vereinbarung wird
Streit nicht lösen
Die Streitigkeiten um das Google-Books-Projekt werden auch
nach der jüngsten Vereinbarung weiter andauern. Zwar haben sich Google und
US-Verlage am Freitag auf eine neue, abgeschwächte Version des umstrittenen
“Google Book Settlement” geeinigt. Die Kritikerstimmen werden deshalb jedoch
nicht leiser und es ist davon auszugehen, das Googles Digitalisierungsprojekt
auch künftig für Auseinandersetzungen sorgen wird…
Zum Volkstrauertag:
"Frieden, der
aus überwundener Feindschaft erwächst"
Gedenkrede des Generalsekretärs des Zentralrats der Juden in Deutschland,
Stephan J. Kramer, zum Volkstrauertag am 15.11.2009 in der Hauptkirche St.
Michaelis zu Hamburg …
Krimiabend mit Batya Gur:
Denn die
Seele ist in deiner Hand
Der Film spielt in Jerusalem und Tel Aviv, und führt tief in
die israelische Gesellschaft und Geschichte. Eine scheinbar nebensächliche
Beobachtung von Ochajon führt auf die richtige Spur…
SPD:
Mal was Neues?
Liebe Genossinnen und Genossen, zuerst einmal herzliche Grüße der AG 80 plus,
vor allem von Jochen Vogel. Liebe Freunde, es stimmt ja, dass ich damals zu
denen gehörte, die in der winzigen Godesberger Stadthalle das Godesberger
Programm beschlossen haben…
Mehr als Sprechblasen:
Künstler
aus Berlin und Tel Aviv gestalten Comicstadtführer
Im Auftrag des Deutsch-Israelischen Zukunftsforums realisiert Märchenland –
Deutsches Zentrum für Märchenkultur ein interkulturelles Projekt der besonderen
Art. Im Oktober trafen sich Comic-Künstler aus Berlin und Tel Aviv in der
deutschen Hauptstadt, um gemeinsam einen Comic-Guide zu erarbeiten…
18% der Bevölkerung:
Migranten leben
lieber im Süden
Die gefühlten Ausländeranteile scheinen sich von den
statistischen Zahlen sehr zu unterscheiden. Die höchsten Ausländeranteile finden
sich nicht nicht in Berlin, Hamburg oder Köln, sondern in Stuttgart und München…
"The Best of":
Zu Gunsten der
Wiederaufforstung Galiläas
Zugunsten der Wiederaufforstung Galiläas lädt der
Jüdische Nationalfonds am Sonntag, dem 15. November 2009 im Jüdischen
Gemeindehaus Berlin zu einer ganz besonderen Veranstaltung ein…
26. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest:
Israelische Filme
zu Gast
Das 26. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestes
findet vom 10. bis 15. November 2009 statt. In der Reihe der Hochschulportraits
präsentiert sich in diesem Jahr die Sam Spiegel Film and Television School,
Jerusalem. Anlässlich des 20jährigen Jubiläums der Hochschule zeigt das Programm
fünf preisgekrönte Kurz- und Dokumentarfilm-Produktionen, die in den vergangenen
Jahren an der Hochschule entstanden sind...
Vortrag in München:
100 Jahre Tel
Aviv – die erste hebräische Stadt
Ein modernes Wohnviertel sollte Tel Aviv sein, das vor 100
Jahren gegründet wurde. Was machte Tel Aviv aber zur ersten hebräischen Stadt?
Inwieweit entstand sie als Gegensatz zur arabischen Großstadt Jaffa? Wann
entdeckte sie den Mittelmeerstrand? Inwieweit bildete Tel Aviv die Grundlage für
den Staat Israel?…
Gehäuftes Unglück:
Im traurigen Monat
November wars
Der November ist ein trauriger Monat. Das hat
schon Heine gewusst. Dass die November für uns Juden aber immer trauriger und
trauriger werden würden, hatte Heine nicht wissen können. Er ist ja schon 1856
verstorben. Doch wenn man sich anschaut, welche Ereignisse seither im November
passierten, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass der November tatsächlich
noch trauriger ist, als Heine geahnt hat…
Kölsche Jonge:
Spuren einer jüdischen
Familie
Im Jahr 1939 gelang es dem jüdischen Kölner Fritz Bader, drei seiner vier
Söhne ins vermeintlich rettende Ausland zu schicken. Er selbst blieb mit seiner
Frau Regine und dem jüngsten Sohn in Deutschland zurück. Mit zunehmender
Verzweiflung hofften Fritz und Regine vergeblich auf eine eigene
Fluchtmöglichkeit…
Konzert in Fürth:
"Menschen haben ein
kurzes Gedächtnis"
Die zierliche Sängerin mit der großen Stimme kommt am Freitag in den Kleinen
Saal der Stadthalle und stellt ihr neues Album vor. Beim Konzert liegen 50
Freikarten für Quelle Mitarbeiter an der Abendkasse bereit...
Eine kritische Stimme im Berlin-Überschwang:
Ich werde niemals
nach Berlin fahren
Mich werdet ihr niemals in Berlin finden. Auch in
keiner anderen deutschen Stadt. Der 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer
lässt mich unberührt, so auch die Nachricht, dass der israelische Tourismus
Berlin der zweit stärkste der Welt ist. Der Grund ist wahrscheinlich, dass meine
Eltern auf eine etwas andere Art nach Deutschland kamen...
Behörde lenkt endlich ein:
Entschädigung
- wenn auch widerwillig
Peter Finkelgruen bedauert, dass es erst eines
Hungerstreiks bedurfte, um die deutschen Behörden zu einem gesetzeskonformen,
richtigen und anständigem Verhalten zu bewegen. Nicht alle Überlebenden sind in
der Lage eine solche Aktion zu organisieren und eine entsprechende Resonanz in
der Öffentlichkeit hervorzurufen...
Entschädigung:
Peter
Finkelgruen beendet Hungerstreik
Die zuständigen Berliner Behörden haben inzwischen zugesagt,
sich zukünftig an die gesetzlichen Bestimmungen zu halten und die seit Jahren
ausstehenden Zahlungen zur Heilversorgung, zumindest im Fall Finkelgruen, zu
leisten. Es bleibt nun zu hoffen, dass auch auch jene Überlebenden, die keinen
Hungerstreik durchgeführt haben, die ihnen zustehende Unterstützung erhalten…
Avraham Burg in München:
Hitler besiegen
Letzte Woche nahm ich an Avraham Burgs Vorlesung im Münchener Amerikahaus
teil, die anlässlich der Übersetzung seines Buches “Hitler besiegen” stattfand.
Die Vorlesung wurde von der israelisch-palästinensischen Dialoggruppe in München
organisiert. In seinem Vortrag kritisierte Herr Burg die militaristische
Mentalität der Israelis und vertrat die Auffassung, wir lebten in der
Überzeugung, die ganze Welt sei uns feindlich gesonnen, obwohl dies nicht der
Fall sei…
Atombombe hin oder her:
Deutschland ist
größter Handelspartner Irans
Auch wenn Bundeskanzlerin Merkel vor der
iranischen Atombombe wart, gibt es zahlreiche Beispiele für deutsche
Großkonzerne, die im Iran investieren…
Hungerstreik:
Exil-Pen
protestiert gegen grausame ‘Wiedergutmachungspraxis’
Peter Finkelgruen wendet sich an die Öffentlichkeit und will
darauf hinweisen, wie grausam und skandalös das Berliner Entschädigungsamt mit
ihm und wohl auch mit anderen Überlebenden der Nazi-Verfolgung umgeht. Der
Exil-Pen fordert vom zuständigen Senator eine Antwort…
Protest gegen das Berliner Entschädigungsamt:
Jüdisch-deutscher Schriftsteller startet Hungerstreik
Peter Finkelgruen, deutsch-jüdischer Journalist und Schriftsteller aus Köln,
will aus Protest gegen das Berliner Entschädigungsamt „unbefristet fasten“. Am
9. November, dem Gedenktag für die „Reichskristallnacht“ von 1938, will
Finkelgruen am Stelenfeld des Berliner Holocaust-Mahnmals die Begründung für
seinen Hungerstreik öffentlich machen…
Kurzweiliges Lesebuch:
Jüdisches
München
Nach Reiseführern zum Jüdischen Prag, Budapest, Wien, London und Amsterdam
hat der Wiener Mandelbaum Verlag nun auch einen Stadtführer “Jüdisches München”
herausgegeben, der nicht nur für Liebhaber der Stadt München ein Muss ist,
sondern allen, die sich für deutsch-jüdische Geschichte interessieren, ans Herz
gelegt sei…
Tournee:
Ein Koffer voller
jüdischer Erinnerung
Israelische Sängerin Nizza Thobi stellt am 7.
November in der Passauer Redoute ihre neue CD vor…
Demnächst in diesem Theater:
haGalil Fernsehtipps
Vom 01.11. bis 15.11. 2009… |

Leiden in Holland:
Prof. Bastiaans und das KZ-Syndrom
Im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland, wo die Klagerufe der Opfer
des Holocaust lange Zeit unbeantwortet blieben …, herrschte in den
Niederlanden schon früh Verständnis für individuell erlittenes Leid…
Jorge Bucay:
Komm,
ich erzähl dir eine Geschichte
Wie begegnet man den Wirrnissen des Lebens? Mit Geschichten, sagt Jorge
Bucay, der die Gabe hat, das Komplizierte einfach werden zu lassen…
Burn Out:
Die Geschichte vom
Holzfäller
Das Leben ist eine komplizierte Angelegenheit. Nicht so sehr jedoch für
Jorge, der in Buenos Aires als Psychiater und Gestalttherapeut das
Schwierige erklären muss…
Ethnologie:
Alle Kulturen durch
Gemeinsamkeiten verbunden
Menschen haben nicht nur in der Biologie, sondern auch in ihrer Lebensweise
wesentliche Merkmale, die sie über Kulturen hinweg einen. “Kultur wird in der
öffentlichen Debatte und sogar in vielen Wissenschaften mit Differenz
gleichgesetzt. Unterschiede gibt es jedoch nur auf den ersten Blick. Mit etwas
Abstand zeigt ein Vergleich wesentliche Gemeinsamkeiten”, so der Ethnologe…
Psychiatrie:
Zwang ist gesetzeswidrig
“Zwangsmaßnahmen sorgen dafür, dass psychische Leiden chronisch werden”, so
Fricke. Menschen, die sich etwa infolge von Mobbing oder einer Scheidung in
einem psychischen Ausnahmezustand wie in einer Depression oder Psychose
befinden, suchen mitunter freiwillig in psychiatrischen Kliniken um Hilfe…
Psychotherapie:
Klient muss
herausfinden, was er wirklich will
Vier einfache Fragen können entscheidend dafür sein, dass eine Paarbeziehung
trotz Problemen immer noch eine solche bleibt. Mit Hilfe des Instruments namens
Klienten-Feedback-System ist es Pärchen gelungen, Wunden ihrer Beziehungen
besser zu heilen…
HU Jerusalem:
Neue
Stammzellentechnologie
Eine neue Technologie unter Nutzung von Stammzellen, die von Forschern der
Hebräischen Universität Jerusalem entwickelt wurde, ermöglicht eine bessere und
schnellere Heilung von Patienten mit komplizierten Knochenbrüchen…
WHO-Experte:
Wasseraufbereitung in armen
Ländern scheitert
Viele Wasseraufbereitungssysteme, die in ärmeren Ländern angeboten
werden, sind nutzlos. Die Systeme scheitern meist daran, dass sie viel zu wenig genau auf
ihre Effektivität hin untersucht wurden. Die meisten Methoden basieren auf der
Desinfektion des Wassers durch Chlortabletten und UV-Bestrahlung oder auf
Filtrierung mit Keramik- oder Sandfiltern…
Natur:
Bewegung als Vorbeugung gegen Depressionen
Eine wahrscheinlich häufige Ursache von Depressionen ist der
Bewegungsmangel. “Bedingt durch das Internet und das Fernsehen und die
dadurch hervorgerufene Sprachlosigkeit und damit Kritiklosigkeit in den
Familien, kommt es zu Inaktivität und Isolation”…
Bisphenol A:
Erektionsstörungen und
Ejakulationsprobleme
Der allgegenwärtige Plastik-Grundstoff Bisphenol A (BPA) kann bei Männern zu
sexuellen Problemen führen…
Holunder und Granatapfel:
Natürliche Mittel gegen Viren
Die neue Grippe H1N1 (sogenannte “Schweinegrippe”) wurde von der WHO auf
die höchste Alarmstufe gesetzt. Diese Einstufung vergab die WHO zuletzt
1968. Einerseits finden große Impfkampagnen statt und die Medien warnen
vor großen möglichen Gefahren der Seuche. …
Marihuana:
Regierung genehmigt Joints für Schmerzbehandlung
Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt dürfen bestimmte Patienten im
Scheba-Krankenhaus in Tel HaSchomer bei Tel Aviv ab sofort Marihuana rauchen.
Das Krankenhaus hatte als erstes in Israel ein Protokoll zum medizinischen
Umgang mit Marihuana entworfen…
Partydroge:
Ketamin beeinträchtigt Gedächtnis
Die häufige Einnahme von Ketaminen, einer Droge, die bei Clubbesuchern beliebt
ist, steht mit Gedächtnisproblemen in Zusammenhang. Ein Team des University
College London hat bei 120 Personen eine Reihe von Gedächtnis- und
psychologischen Tests durchgeführt. Häufige Konsumenten schnitten beim Erinnern
von Namen, Gesprächen und Mustern schlecht ab…
Spanische Studie umstritten:
Haben
Trinker seltener Herzinfarkt?
Der tägliche Alkoholkonsum von Männern reduziert das
Risiko eines Herzinfarkts um ein Drittel. Das haben Forscher bei mehr als 15.500
Männern und 26.000 Frauen in Spanien herausgefunden. Andere Experten äußerten
sich sehr kritisch gegenüber der Studie, denn sie verweisen auf andere
Erkrankungen, die auf Alkoholkonsum zurückzuführen sind und jährlich 1,8 Mio.
Todesopfer fordern…
Cannabis:
Comeback als Medizin
Seit Jahrtausenden sind die Wirkstoffe des Hanfs
(Cannabis sativa) bekannt. Mit einer Hetzkampagne wurde die Pflanze seit den
1940er Jahren verteufelt. Nun feiert sie ein langsames, aber erfolgreiches
Comeback in der Medizin. Bei der Cultiva-Messe, die vom 27. bis 29. November in
Wien über die Bühne geht, werden Neuheiten in der Cannabis-Medizin von Experten
der Öffentlichkeit präsentiert…
Vom Menschen bis zum Spatzen:
Frauen lieben die Konstante
Männer haben eine ausgeprägtere Persönlichkeit als
Frauen – und das gilt von Spatzen bis hin zum Menschen, kommt eine Studie der
University of Exeter zum Schluss…
Auch Essen will gelernt sein:
Ernährung bei Kindern
Falsche Ernährung und Bewegungsmangel zählen heute zu unseren Krankmachern
Nummer eins! Bereits fast 15 Prozent der Kinder in Deutschland zwischen 3 und 17
Jahren haben Übergewicht. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Kinder so früh
wie möglich lernen, sich ausgewogen zu ernähren…
Depressionen:
Genauso tödlich
wie Rauchen
Das Mortalitätsrisiko ist bei Depressionen mindestens so groß wie beim
Rauchen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität Bergen und
vom Londoner Kings College in einer Studie an mehr als 60.000 Patienten.
In einem Beobachtungszeitraum von vier Jahren haben die Depressionen zu
ebenso vielen Sterbefällen geführt wie der Nikotinmissbrauch, berichten
die Forscher im Journal of Psychiatry…
Parkinson:
Kompetenz der
Patienten gestiegen
Parkinson-Patienten wissen zunehmend mehr über
die Krankheit, die Wirkung von Medikamenten und die Möglichkeiten der
Selbsthilfe. Davon profitiert die medizinische Therapie, berichtet
Gerhard Ransmayr, Neurologe am Allgemeinen Krankenhaus Linz, gegenüber
pressetext…
Auch im Winterurlaub:
Was tun gegen
Mückenstiche?
Ob asiatische Tigermücke, Feuerlibelle oder Schwertschrecken: Infolge
der globalen Erwärmung sind auch bei uns zahlreiche exotische Insekten
heimisch geworden. Wir haben deshalb mit Apotheker Dr. Volker Schmitt,
Sprecher der Apotheker in Bayern gesprochen, welche Gefahr bei uns
tatsächlich von Mücken ausgeht, und wie man sich dagegen schützen kann…
Vorbeugung:
Kopfschmerzen im
Alltag
Kopfschmerzen kennt fast jeder. In Deutschland leiden etwa 54 Millionen
Menschen unter anfallsweisen oder chronischen Kopfschmerzen. Ob Frau,
Mann oder Kind – Kopfschmerzen sind nicht auf ein Geschlecht beschränkt
und können in jedem Lebensalter auftreten. Und sie können die Gesundheit
und den Alltag der Betroffenen stark beeinflussen…
Schlafstörungen:
Ein Tee kann Wunder
wirken
Endlich wieder schlafen – viele Menschen, die an Schlafstörungen leiden,
wünschen sich nichts mehr, als wieder ungestört einschlafen oder
durchschlafen zu können. Wir haben deshalb mit Apotheker Dr. Volker
Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern über das Problem
„Schlaflosigkeit“ gesprochen…
Vibrationen in Grün
Wie kann man
das Liebesleben umweltfreundlich gestalten?
Dafür gibt es viele Möglichkeiten (vielleicht sollten wir eine Fortsetzung
schreiben)! Diesmal jedoch wollen wir uns auf einen vibrierenden Aspekt des
Umweltschutzes konzentrieren. Der erste Schritt in Richtung eines grüneren
Vibrators ist, auf einen aufladbaren umzusteigen...
Trauma:
Grenzen und der Wunsch nach
dem Einssein
Es geht hier um eine psychoanalytische Behandlung, deren Kern sich um Grenzen
und deren Nichtanerkennung drehte. Wir nehmen in diesem Bericht an einem
Geschehen teil, dessen Dynamik wir uns als Leser nicht entziehen können, das uns
ahnen lässt, mit welchen Schwierigkeiten, Gefühlen und Ängsten die Analytikerin
bei einem Patienten zu kämpfen hatte, der Grenzen, da er sie intra-psychisch
nicht kannte, auch in der Realität nicht respektieren konnte, sobald seine
Wünsche nach Einssein berührt waren…
Psychotherapie:
Die Traumata der
Kinder von Holocaust-Überlebenden
Die Auswirkungen der Retraumatisierung von Kindern von Überlebenden des
Holocaust, die durch unbewusste Identifizierung das Trauma der Eltern übernommen
haben, werden von mehreren Autoren aus psychotherapeutischer Perspektive
erörtert…
Der stumme Schrei der Kinder:
Die zweite
Generation der Holocaust-Opfer
Im Laufe der Zeit, als der Holocaust für alle zur fernen
Geschichte wurde, ausgenommen für wenige einzelne und Familien, wuchs in
den Familien von Überlebenden eine neue Generation von Kindern heran. In
der psychiatrischen oder psychoanalytischen Literatur trat jedoch kaum
etwas über die schrecklichen Auswirkungen des Holocaust auf diese zweite
Generation zutage, obwohl viele Kinder von Überlebenden sich zu
feinfühligen und gebildeten Erwachsenen entwickelten, die Zugang zu
manchen therapeutischen Möglichkeiten hatten…
Zur Erinnerung:
Emil Starkenstein
Er wurde am 18.12. 1884 in Boehmen geboren. 1942 wurde er im KZ Mauthausen
ermordet. Waehrend seiner Studienzeit an der Deutschen Universitaet zu Prag,
volontierte er am dortigen Institut fuer Pharmakologie und Pharmakognosie…
Interesse für das Ich:
Alfred
Adler
Er gehört zu den Pionieren der Tiefenpsychologie und hat nach seiner Abkehr von
Freud eine eigene Richtung begründet: die Individualpsychologie…
Die Entdeckung des Unbewussten:
Sigmund Freud
Er hat die Welt umgekrempelt, und er ist sich dessen bewusst gewesen. Sigmund
Freuds Werk, die Psychoanalyse, markiert einen tiefen Einschnitt im
Selbstverständnis des Menschen. Nicht nur Medizin und Psychologie, sondern auch
Kunst, Alltagsleben und unser Verständnis von der Gesellschaft sind von ihr
beeinflusst…
Prof. Nutt gekündigt:
Politik
gegen Wissenschaft
In der Psychopharmakologie wird immer lauter bemängelt, dass sich die
Politik erlaubt, über Verbote von Drogen nach Abschätzung des
Schadenspotenzials sowohl für den Konsumenten als auch für die
Gesellschaft zu entscheiden, obwohl bis heute keine rationale,
evidenzbasierte Methode zur wissenschaftlichen Risikobewertung verwendet
wird…
Weltuntergang 2012:
Ablenkung von Alltagsproblemen
Obwohl “2012″ bei den Kritikern bislang eher nur bescheidene Wertungen
abräumen konnte, scheint die stark online-fokussierte Marketingstrategie
Sonys aufzugehen…
Pädagogik:
Zuviel Elternkontrolle ist kontraproduktiv
Fühlen sich pubertierende Jugendliche von ihren Eltern zu sehr
kontrolliert, erkennen sie deren gute Absichten nicht mehr. Das zeigen
Forscher der schwedischen Universität Örebro in der Fachzeitschrift
Child Development…
Psychologie:
Wie man dazu
kommt, Träume zu erforschen
Die Sprache der Träume kann jeder verstehen, der bereit ist, sich mit
ihr auseinanderzusetzen. In unseren Träumen geht es um die großen Themen
des Lebens: Liebe, Freiheit, Selbstverwirklichung, Familie, Sexualität,
Tod. Träume machen uns aufmerksam: Was beschäftigt uns gerade, was
hindert uns, glücklicher zu sein, wie können wir unsere Probleme lösen?… |
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